Tuesday, April 17, 2007

Tagesausflug zu den Niagara Falls


Letzten Samstag haben Jeremias, Felix und ich einen Ausflug zu den Niagara Falls gemacht.
Früh morgens um sechs Uhr brachen wir auf und fuhren über Albany, Syracuse, Rochester und Buffalo auf Amerika's längstem Interstate ( I-90) Highway Richtung Niagara. Für die 350 Meilen brauchten wir inklusive Pausen ungefähr sieben Stunden.
Obwohl rund um die Niagara Fälle überall riesige Hotels, Casinos, Parkhäuser und so weiter gebaut sind, sind die Wasserfälle sehr beeindruckend.
Wir liefen auf der amerikanischen Seite der Niagara Falls entlang und gingen außerdem auf eine Aussichtsplattform, von der aus man auch einen ziemlich guten Blick auf die kanadischen Horseshoe Falls hat, die sicherlich den spektakulärsten Teil der Niagara Falls darstellen. Am Fuße der Wasserfälle waren noch rießige Schneeberge zu sehen.

Anschließend besuchten wir noch das Visitor's Center bevor wir unseren Rückweg antraten. Zuerst fuhren wir aber ein Stück weiter in den Norden, um dem Seaway Trail entlang dem Ontario Lake für eine Weile zu folgen. Dabei handelt es sich um eine besonders schöne Nebenstrecke mit vielen landschaftlichen und historischen Höhepunkten. Später fuhren wir auf dem Interstate Highway wieder zurück in Richtung Albany. Wir stoppten an einem riesigen Outletcenter wo wir uns eine Präsentation des neuesten Bose-Soundsystems anschauten.
Gegen zehn Uhr kamen wir dann wieder im Village an.
War ein guter Ausflug. In Deutschland würde man das nie machen, aber hier ist Benzin ja noch billiger und es geht kaum anders. Insgesamt sind wir 752 Meilen (~1010 km) gefahren und es hat jeden von uns nur 13 Dollar gekostet...

Monday, April 09, 2007

Wochenende in Washington D.C.

Letzten Freitag war ich mit Hoonjin, Felix, Steffen und Philine in Washington D.C.
Aufgrund der weiten Strecke hatten wir mit unseren Workmastern abgesproch
en gehabt, dass wir bereits nach dem Mittagsessen gehen konnten. Wir mussten uns wieder einen Mietwagen nehmen, da wir die Village-Autos nicht über Nacht nehmen dürfen und schon gar nicht, um in große Städte zu fahren. Außerdem war es billiger als mit Zug und Bus.
Der Routenplaner sagte für die 349 Meilen lange
Strecke eine Fahrtzeit von knapp sechs Stunden voraus. Mit ein paar Pausen und stockendem Verkehr wurden es dann allerdings siebeneinhalb Stunden, bis wir in unserem Hotel “President’s Inn“ ankamen. Das Hotel war zwar zwei Meilen vom Stadtkern entfernt, allerdings war es relativ billig und es hatte sogar Mikrowelle, Kühlschrank, Fernseher und sehr große Betten in den Zimmern. Das Frühstück war jedoch nicht so gut wie wir es von Camphill gewöhnt sind.
Am Samstag nahmen wir den Bus zur Union Station. Von dort liefen wir zum Capitol und auf dem Weg sahen wir viele blühende Kirschbäume. Das Capitol war für mich das interessanteste Gebäude in Washington. Hier tagen der Senat und das Repräsentantenhaus.
Von dort liefen wir weiter durch die National Mall (großer Park, der vom Capitol bis zum Lincoln Memorial reicht) zum Washington Monument, einem großen Obelisk-ähnlichen Turm.
Anschließend liefen wir vorbei an einer riesigen Zweiter Weltkrieg Gedenkstätte weiter zum Lincoln Memorial Reflecting Pool, der sich an das große tempelartige Lincoln Memorial anschließt. Anschließend machten wir erst mal Pause und holten uns prompt einen kleinen Sonnenbrand. Die Sonne schien den ganzen Tag und es hatte über 20 Grad Celsius.
Von dort ging es weiter über den Potomac River nach Virginia, wo der bekannte Arlington National Cemetery liegt. Dort sind 245.000 Soldaten und Angehörige begraben. Außerdem befindet sich dort auch das Grab von John F. Kennedy, das von einer ewigen Flamme geziert wird.
Mit der Metro fuhren wir danach zum Weißen Haus. Ich war ein bisschen enttäuscht, da ich es mir größer vorgestellt hatte. Meistens stehen die Reporter vom Fernsehen auf der Rückseite des Weißen Haus. Von der anderen Seite sieht es aufgrund des großen Gartens allerdings viel beeindruckender aus. Es war auch interessant, die Demonstranten zu sehen, die schon seit 1981 vor dem Weißen Haus campen und schon lange nicht mehr von der Polizei weggescheucht werden.
Später schauten wir uns das Ford Museum an, wo Abraham Lincoln erschossen
wurde. Dort befindet sich eine große Ausstellung, in der Lincolns Biografie und besonders seine Ermordung ausführlich dargestellt sind.
Danach machten wir Pause im Café de
s Spy Museum, bevor wir mit dem Bus zurück zum Hotel und dann mit dem Auto zu einem Supermarkt fuhren, wo wir unser Abendessen kauften.
Im Supermarkt
waren wir interessanterweise die einzigen Weißen.

Am Sonntag fuhren wir dann mit dem Auto in die Innenstadt und besuchten zwei Museen der Smithsonian Institution. Das ist der größte Museumskomplex der Welt. Hier befinden sich alle möglichen Museen und der Eintritt ist überall kostenlos.
Wir schauten uns zuerst das National Air And Space Museum an. Dort gib
t es so viel zu sehen, dass man den ganzen Tag dort verbleiben könnte: Die allerersten Fluggeräte, Militärflugzeuge, Heißluftballone, Space Shuttles, Mars-Roboter und sogar einen Stein vom Mond. Das Museum ist anscheinend eines der bestbesuchten auf der Welt und hat sogar einen eigenen Food Court mit Mc Donalds und so weiter…
Anschließend gingen wir in das Hirshhorn Museum. Schon das Gebäude ist sehr interessant und drinnen gibt es tolle Modern Art Kunstwerke zu sehen. Obwohl ich kein großer Museenfan bin, muss ich sagen, dass die hier in Amerika immer sehr gut und interessant aufgemacht sind.
Bevor wir wieder hei
mfuhren, gingen wir noch in Chinatown chinesisch essen.
Insgesamt war es ein sehr schönes Wochenende. Auch wenn man immer vi
el organisieren muss, dass man ein Wochenende frei bekommt und Auto, Hostel und so weiter bucht, lohnt es sich doch jedes Mal, weiter weg zu gehen und neues zu entdecken.


Hier im Village ist auch alles in Ordnung. Ostern war schön. Wie bei fast allen Festen in Camphill wurden auch wieder drei kleine Theaterstücke rund um die Ostergeschichte aufgeführt. Außerdem war in der Woche vor Ostern eine „holy week“, in der abends jede Nachbarschaft ein biblisches Standbild darstellen musste. Am nächsten Morgen kam dann die ganze Community wieder zusammen und es wurde über die Szene vom Vorabend geredet.
Am Karfreitag hatten wir ein „stilles Abendessen“ und am Ostersonntag gab es einen großen Osterbrunch.
Im Moment ist hier außerdem eine Gruppe von der Monarch School in Montana zu Gast. Das sind Jugendliche im Alter von 15-19, die alle in der Drogenszene waren und in dieser Schule ihre Biographie aufarbeiten, lernen selbstbewusster zu werden
und so weiter. An einem Abend hat jeder Schüler seine Biographie erzählt und gestern haben wir mit ihnen Fußball gespielt. Die Schüler sind alle sehr freundlich und es ist interessant, neue Leute außerhalb von Camphill kennen zu lernen.


Viele Grüße
Thomas


Saturday, March 17, 2007

Zwischenbericht


In letzter Zeit hat sich hier nicht all zu viel getan, deshalb habe ich schon länger nicht mehr berichtet. Alles läuft seinen gewohnten Gang und die Arbeit macht mir immer noch Spaß.
An meinen freien Tagen gehe ich im Moment meistens mit Freunden wandern oder Schneeschuhlaufen. Außerdem war ich auch schon einmal Snowboarden im 15 Minuten entfernten Skigebiet. Zurzeit findet auch die Ahornsyrup-Saison statt und an den Bäumen hängen überall Eimer, die alle paar Tage geleert werden müssen.
Letzte Woche hatte Jane, die andere Coworkerin in meinem Haus ihren zwanzigsten Geburtstag und da hatten wir im Haus natürlich eine kleine Geburtstagsfeier. Am Samstag haben mich unsere ehemaligen Mieter mit ihrem Enkelkind aus Massachussetts besucht. Es war sehr nett, sie nach zehn Jahren wieder zu sehen. Zuerst waren wir Pizza essen und anschließend gingen wir noch zu einem Wasserfall.
Unterdessen spielt das Wetter hier verrückt. Nachdem es am Mittwoch 20°C hatte und der ganze Schnee endlich abgetaut war, hat es gestern den ganzen Tag wieder geschneit und jetzt liegen wieder 30 Zentimeter. Das große Bild zeigt den Blick aus meinem Fenster.
Jetzt sind leider schon zwei Drittel meiner Zeit hier vorbei, aber immerhin rückt mein Urlaub näher.
Zurzeit plane ich zusammen mit Jeremias schon unsere Reise...Wir haben drei Wochen zur Verfügung in denen wir einen Roadtrip nach Kalifornien machen wollen. Der Mietwagen und ein Super- Schnäppchen-Flug zurück nach New York sind schon gebucht.


Viele Grüße
Thomas

Tuesday, February 27, 2007

Habe jetzt die Fotos von Montreal in die Bildergalerie hochgeladen. Viel Spaß beim Anschauen.

Wednesday, February 14, 2007

Wochenende in Montreal


Letztes Wochenende machten Hellen, Jeremias, Elias, Hoonjin und ich einen Ausflug nach Kanada. Da wir kein Auto vom Village über Nacht haben dürfen, mussten wir eines mieten. Inklusive der Underage Gebühren zahlten wir für drei Tage 184 Dollar, was geteilt durch fünf nur 37 Dollar pro Person war. Am Freitag sind wir direkt nach der Arbeit nach Hudson gegangen, wo wir gerade noch das Auto abholten bevor die Station schloss. Die nächsten fünfeinhalb Stunden fuhren wir dann gen Norden durch die Adirondacks vorbei an Lake Placid, wo die olympischen Winterspiele 1980 stattfanden. Wir hatten eine kurze Pause, um uns ein bisschen zu bewegen und eine längere Pause an der Grenze. Zuerst wurden wir am Autoschalter intensiv befragt bevor wir parken und in das Gebäude reingehen mussten. Dort wurden uns noch mal jede Menge Fragen gestellt und dann wurde noch ein zehnminütiger "database check" gemacht. Nach zwei weiteren Nachfragen bekamen wir letztendlich unsere Stempel und konnten unseren Weg fortsetzen.

Um halb zwölf kamen wir in Montreal an, wo wir nach einer kleinen Irrfahrt durch die Stadt endlich an unserem Hostel "Auberge de Jean" ankamen. Wir waren etwas verwundert, da überhaupt kein Schild an dem Haus angebracht war, das es als Hostel kennzeichnete. Dennoch waren wir richtig und von innen sah es dann auch schon viel mehr nach Hostel aus. Glücklicherweise haben wir dann ein Doppel- und ein Dreibettzimmer bekommen, obwohl wir eigentlich erwartet hatten, dass zwei von uns in einem 10 Bett-Zimmer schlafen müssen. Das Hostel war auch ein richtiges Schnäppchen: 41 US-Dollar für zwei Nächte mit Frühstück. Die Zimmer waren sogar sauber, es war leise und die Atmosphäre war sehr gemütlich. Selbst das Frühstück war besser als erwartet.
Am nächsten Morgen zogen wir uns alle sehr warm an, da es -9°C hatte. Nach dem Frühstück liefen wir durch ein sehr schönes Wohngebiet mit vielen bunten Häusern in Richtung Downtown. Auf dem Weg passierten wir auch Chinatown, der in Montreal durch große Tore in chinesischem Stil begrenzt wird. Anschließend machten wir einen Abstecher in die Altstadt von Montreal, wo sich die Basilique Notre-Dame de Montréal befindet, die fast genauso aussieht wie das Vorbild in Paris. Vor der Kirche standen ein paar Pferde, die darauf warteten, Touristen durch die Stadt zu chauffieren. Unsere nächste Station war der Hafen von Montreal. Der Saint Lawrence River, an dem sich der Hafen befindet, war total zugefroren und folglich war überhaupt kein Schiffverkehr möglich. Trotzdem war es interessant, die Schiffe anzuschauen.

Danach liefen wir nach Downtown, wo die großen Bankgebäude und Wolkenkratzer stehen. Nachdem wir Geld gewechselt hatten, gingen wir zur Touristeninformation, wo wir eine Stadtkarte und einige Tipps bekamen. Da es so kalt war und wir uns aufwärmen wollten, bummelten wir in Montreals underground city. Das ist der größte Untergrundkomplex der Welt. Insgesamt 32 km Tunnels erstrecken sich auf 12 Quadratkilometer. Es ist wie eine riesengroße Mall, wo man einkaufen und essen gehen kann. Nachdem wir uns aufgewärmt hatten, fuhren wir mit der Metro zum Olympiapark. Dort fanden die olympischen Spiele 1976 statt.
Das Olympiastadion hat eine sehr beeindruckende Architektur und einen Aussichtsturm, an dem das Stadiondach sozusagen aufgehängt ist. Leider war die Aussichtsplattform während der Wintermonate geschlossen. Wir verweilten ein bisschen auf dem Olympiagelände bevor wir zurück in die Innenstadt liefen. Eine Stunde später kamen wir dort an und wärmten uns in einem Café wieder auf.
Abends gingen wir dann in ein vietnamesisches Restaurant und anschließend liefen wir auf den Mont Royal, einen Berg mitten in der Stadt. Von oben sahen wir
über einen großen Teil der Stadt. Der Ausblick war fantastisch. Da Hoonjin sehr abgelaufene Schuhe hatte, ist er den Berg wie auf Skiern runtergerutscht und wir konnten ihm kaum folgen. Unten angekommen sind wir noch in eine Bar gegangen wo wir ein bisschen den kanadischen Nationalsport Eishockey verfolgt haben. Wir haben übrigens auch ein paar mit Flutlicht beleuchtete Eishockeyplätze gesehen, wo die Jugendlichen noch bis spät in die Nacht spielten.
Am nächsten Morgen gingen wir in die Altstadt von Montreal und bummelten ein bisschen durch die vielen Souvenirshops.
Um die Mittagszeit kauften wir dann noch ein paar Sachen zu essen und machten uns wieder auf den Heimweg. Dieses Mal hatten wir überhaupt keine Probleme an der Grenze.

Nach drei Stunden Fahrt machten wir Pause am Lake George in den Adirondacks. Der ganze See war zugefroren und die Leute fuhren mit ihren Schneemobilen und sogar mit Autos darauf herum. Als wir ein bisschen auf dem See spazieren gingen und an den Schneemobilen vorbei kamen, hat mich einer von den Schneemobilfahrern gefragt, ob ich mal mitfahren will. Natürlich habe ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Rund um die Schiffsanlagestellen wurde das Wasser eisfrei gehalten und mit hoher Geschwindigkeit konnten die Schneemobile für eine Weile auf dem Wasser fahren. Fühlte sich ein bisschen an wie auf einer Wildwasserbahn...
In einem kleinen Park am Ufer waren außerdem ein Schloss sowie e
ine Rutsche aus Eis gebaut.
Von dort fuhren wir noch einmal 2 Stunden bis wir wieder im Village ankamen.
Das Wochenende war bisher das Beste was ich in meiner Freizeit hier gemacht habe. Die Stadt ist sehr schön und ich kann jedem nur empfehlen, dort einmal hinzugehen.
Außerdem hatten wir viel Spaß zusammen und Glück mit
unserem Hostel.


Tuesday, February 13, 2007

Candlemas, Wanderung und Superbowl


Am 2. Februar wurde hier im Village Candlemas gefeiert. Dieses Fest steht im Zusammenhang mit der Darstellung Jesu und seinem erstmalige Erscheinen im Tempel. Gefeiert wurde dieses Fest mit einem Candlemas Walk. Entlang der Ring Road (Straße, entlang der sich die meisten Häuser befinden) stellten wir jede Menge Kerzenlichter auf, sodass der Weg schön erleuchtet war und dann liefen wir eine Runde durch das Dorf und am Ende sang noch der Chor. Viele Leute gaben sich sehr viel Mühe und machten Eisblöcke, die sie dann aushöhlten und eine Kerze darunterstellten. Mit Lebensmittelfarbe hatte das Eis noch eine bunte Farbe bekommen und war sehr schön anzusehen. Ausgerechnet an diesem Abend schneite es das erste Mal richtig, was es sehr schwer machte, die vielen Lichter anzuzünden...
Nach der Feier ging ich mit Freunden noch in unsere Sauna und zur Abkühlung dann in den Schnee.
Am Wochenende davor war ich mit meinem Chef vom Seedshop Nathan und Elias in den Taconics wandern gegangen. Er kennt sich sehr gut aus und benutzt keine Wanderwege. Er zeigte und Felswände, an denen riesige Eiszapfen hingen und wir kletterten in zwei Höhlen. Leiter hatte ich da meine Digicam zuhause gelassen und deshalb bin ich am Samstag mit ein paar anderen in der Mittagspause nochmal zu diesen Felsen gegangen, um ein paar Fotos zu machen. Der Anblick dieser großen Eiszapfen ist einfach gigantisch..
Am Sonntag stand dann der Superbowl an. Unser ganzes Haus war bei den Eltern von Jennifer (eine meiner Villager) eingeladen. Die wohnen zwar eigentlich in Indiana, haben aber im Moment für einen Monat ein sehr schönes Haus hier in der Nähe gemietet. Dort hatten wir dann eine kleine Superbowl-Party. Es gab Tacos und ein tolles Dessert mit Football-Cookies. Anschließend haben wir dann natürlich auch das Spiel angeschaut. Es war wie fast alle amerikanischen Sportarten sehr langweilig. Wenigstens haben die von allen favorisierten Indianapolis Colts gewonnen.
In der Bildergalerie gibt es mehr Bilder zum Anschauen.

Viele Grüße
Thomas

Friday, January 19, 2007

Ausflug nach Boston


Letzten Sonntag habe ich mit Jenni, Hellen und Jerry einen Ausflug nach Boston gemacht.
Boston liegt etwa zweieinhalb Autostunden entfernt von Copake.
Wir parkten in Chinatown und liefen in die Innenstadt. Boston ist auch als "America's Walking City" bekannt und dementsprechend gibt es dort sogar eine schöne Fußgängerzone. Das hatte ich davor hier noch nirgends gesehen. Dort haben wir zuerst zum Frühstück ein paar Bagels gegessen bevor wir dem Freedom Trail gefolgt sind. Das ist ein Rundweg, der an den meisten historischen Sehenswürdigkeiten Bostons vorbeiführt. Gekennzeichnet ist er durch einen roten Streifen, der sich auf den Gehwegen durch die ganze Stadt schlängelt. Zuerst sind wir am "Old State House" vorbeigekommen. Das ist ein schönes altes Gebäude, das aber von vielen neuen Hochhäusern umgeben ist. Anschließend liefen wir weiter in das Hafenviertel. Dort kam ich mir vor wie in England, weil alle Häuser aus roten Ziegelsteinen gebaut waren. Außerdem waren dort viele kleine Gassen mit vielen Restaurants und Bars, darunter Amerikas älteste Taverne.
Auf einem größeren Platz fand ein Markt statt. Auch das habe ich bisher hier noch nirgends gesehen gehabt. Der Freedom Trail führte uns weiter zu einem alten Friedhof und dann über den Charles River nach Charlestown, einem anderen Stadtteil von Boston. Dort schauten wir uns die USS Constitution, ein altes Schlachtschiff an. Wie fast überall waren wieder hohe Sicherheitskontrollen angesagt. Als wir diese passiert hatten, machten wir eine Führung mit. Dabei erklärte uns ein Offizier die Abläufe an Bord des Schiffes und erzählte von den vielen Kämpfen dieses Schiffes. Am Ende der Führung wurde es dann natürlich noch patriotisch, als der Offizier erklärte, dass er nur aus Stolz auf sein Vaterland bei der Navy arbeitet und so...Alle Amerikaner waren dann natürlich total hin und weg.
Danach liefen wir weiter auf dem Freedom Trail durch Charlestown. Dieser Stadtteil ist ebenfalls sehr schön und man fühlt sich überhaupt nicht wie in einer Großstadt. Von dort konnten wir auch einen schönen Ausblick auf die Skyline von Boston werfen.
Als wir wieder in Downtown waren haben wir uns in einem riesigen Foodcourt eine Pizza gegönnt. Diese Foodcourts gibt es hier überall. Das sind große Hallen, in denen sich ein Fastfoodladen an den nächsten reiht. Pizza ist noch so ziemlich das Beste, was man da bekommen kann.
Später wollten wir uns dann den Schauplatz der "Boston Tea Party" anschauen. Dazu liefen wir auf die Congress Street Bridge, wo sich eigentlich ein Museum zur "Boston Tea Party" befindet. Leider war das gerade im Umbau und deshalb geschlossen.
Mittlerweile war es auch schon Abend und wir wollten noch einen Abstecher nach Cambridge zur Harvard University machen. Nach einer Irrfahrt durch Boston haben wir schließlich diesen Stadtteil auch noch gefunden. Die Uni selber ist eigentlich schon ein ganzer Stadtteil. Der Campus ist einfach riesig.
Begleitet von vielen japanischen Besuchergruppen schauten wir uns ein bisschen um. Besonders an der John Harvard Statue sammelten sich die Besuchermassen.
Anschließend machten wir uns wieder auf den Heimweg.
Auch wenn das Wetter an diesem Tag sehr regnerisch war, hat sich der Ausflug auf jeden Fall gelohnt. Die Stadt ist sehr schön, es gibt viel zu sehen und außerdem ist es viel ruhiger und entspannter als in New York.